Chillar Party

Was für ein toller Film!
Aber vielleicht erstmal von Anfang an: in der Mumbaier Wohnkolonie Chandan Nagar wohnen 60 Parteien. Darunter auch jede Menge Kinder, die sich zu einer Art „kleinen Strolche“ zusammen geschlossen haben – der Chillar Party. Jeder von ihnen ist jetzt schon eine Persönlichkeit für sich, samt eindeutiger Spitznamen. Als ein Straßenjunge angestellt wird, um die Autos der Koloniebewohner zu putzen, haben sie zunächst ihr nächstes Streichopfer gefunden. Schließlich hat Fatka, so der Name des Jungen, einen Hund namens Bheedu mit im Schlepptau. Hunde sind den kleinen Strolchen eher verhasst – scheißen sie doch regelrecht ihren improvisierten Cricket-Platz zu. Als sie mit einem Streich fast zu weit gehen, sehen sie aber ein, dass Freundschaft viel besser ist als Feindschaft. Als dann auch noch ein Gesetz zur Bekämpfung von Straßenkötern erlassen wird, müssen sie erst recht zusammenhalten.
Man kann von der Story und ihrer Umsetzung halten, was man will: die kleinen Darsteller sind große Klasse! Weiterlesen

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Singham

Zu dem Film kann will ich eigentlich gar nicht viel schreiben. Ajay Devgn als Polizist Bajirao Singham ist einfach eine Wucht. Sein Gegenpart Jaikanth Shikre, gespielt von Prakash Raj, ebenso. Die kleine Lovestory ist dezent nebensächlich. Denn schließlich geht’s hier um Korruption und die Integrität der indischen Polizei. Soweit so gut. Und wirklich toll anzusehen. Wäre da nur nicht das unverständliche Ende (im Sinne: ich habe dafür kein Verständnis…was da passiert, ist klar zu verstehen). Es passt nicht zur Figur „Singham“. Ist vielleicht einfach die Konsequenz aus dem Vorausgegangenen – aber eine andere Lösung hätte sich auch finden lassen können.
So, bevor es nun aber zu kryptisch wird (ich will das Ende nicht spoilern), hier eines der Highlights des Films – der Titelsong. Rrrrrr! 😆

PS: Singham ist aber wirklich empfehlenswert. Habe ihn mittlerweile 3 Mal gesehen und werde ihn sicherlich ab und zu wieder in den Player wandern lassen. Man sollte nur bei der letzten Singham-vs-Shikre-Szene abschalten und sich das Ende selbst ausmalen. Oder wie ich – jedes Mal auf’s neue schockiert sein und aufregen 😛

Murder 2

Meine erste Reaktion nach ein paar Sekunden: „Die Haare!“ – hier darf sich der geneigte Leser einen entsetzten Aufschrei vorstellen. Die Haare von Emraan Hashmi gehen mal so überhaupt nicht! Vokuhila wäre noch ein Kompliment. Nein. Das hat mich wirklich enorm abgelenkt. Aber wovon eigentlich?
Hashmi spielt einen Ex-Cop, der einem Zuhälter bei der Suche nach verschwundenen Prostituierten helfen soll. Nachdem ihn die Arbeit als Polizist nicht ausgefüllt hat, verdient er nun offen auf der anderen Seite des Gesetzes sein Geld. An seiner Seite – allerdings nur als hübsches Beiwerk: Jaqueline Fernandes. Ihr Rolle ist dermaßen verschwendet und unnötig, dass ich mich schon bei der ersten „wir knutschen rum…weil….weil ….na eben nur so“-Szene gefragt habe, ob da auch noch Schauspiel kommt.
Hashmi ist ja allgemein bekannt dafür, in seinen Filmen zu küssen. Wenn es zur Story passen würde: ok. Aber her geht’s eigentlich nur darum, zu zeigen, was er kann (oder eben auch nicht).
Aber zurück zur Story. Weiterlesen

Ra.One

Ra.One ist derzeit auf Kinotour durch ein paar deutsche (Groß)Städte und so habe ich es mir nicht nehmen lassen, ihn mir im Kino anzusehen. Wobei das Rottmanns, in dem so gut wie alle indischen Filme hier laufen, das Wort „Kino“ nur auf Grund der Attribute „Leinwand“, „Saal“, „Popcorn“ und „Sound aus Lautsprechern“ verdient. Dass die Leinwand relativ klein ist und nen Grauschleier hat, der Saal ebenso winzig ist (es gibt sicherlich noch kleinere, wie das hiesige Museum Lichtspiele), das Popcorn alt ist und der Sound dermaßen blechern klingt und vielleicht 2.1 ist, trägt zum Filmgenuss nicht gerade bei.
So kann ich mir durchaus vorstellen, dass im eigenen Heimkino mit ordentlichem Sound und strahlenden Farben der Film durchaus „nett“ sein kann. Werde es testen, wenn die DVD raus ist. Weiterlesen

Tanu Weds Manu

Manoj „Manu“ Sharma, Arzt aus London, und Tanuja „Tanu“ Trivedi, Mädchen aus Kanpur, sollen eine arrangierte Ehe eingehen. Manu ist dazu bereit. Tanu eher nicht. Sie hat andere Pläne, ist sie doch in Raja, einem Kleinkriminellen, verliebt.
Nach der abgesagten Eheschließung treffen die beiden jedoch immer wieder aufeinander. Nicht zuletzt auf der Hochzeit eines alten Freundes Manus. Unwissend, dass sich die beiden schon kennen, werden die Eltern informiert. Schließlich scheint der Funke übergesprungen zu sein und einer Hochzeit steht nichts im Wege… Ausser mal wieder die Stimmungsschwankungen von Tanu. Denn sie liebt Raja immer noch. Glaubt sie zumindest. Die geheime Eheschließung mit ihm beim Standesamt misslingt. Aber ein Großaufgebot, nachdem alle eingeweiht sind, kann sie auch nicht so richtig begeistern.
Was für eine Zicke! Weiterlesen

Shor In The City

Was für ein starker Film!
3 verschiedene Handlungsstränge, die lose miteinander verbunden werden. Ihre Gemeinsamkeit: Korruption und illegale Machenschaften.
Neben einer kleinen Gaunerbande, die durch die Produktion von Bücher-Raubkopien ihr Geld verdient, gibt es einen jungen aufstrebenden Cricketspieler, dem das Geld für das nötige Vitamin B fehlt und einen NRI, der nun in Indien mit einer kleinen Geschäftsidee glücklich werden will.
Alle drei Geschichten sind inspiriert worden durch Zeitungsartikel und man nimmt es dem Film ab, dass das Gezeigte gewissermaßen authentisch ist. Wenn der NRI um Schutzgeld erpresst wird und der alamierte Polizist auch nur die Hand aufhält. Wenn die Bücherverkäufer an der nächsten Straßenecke warten. Wenn den Kleinkriminellen das nicht genug ist und sie den großen Coup bei einem Banküberfall landen woll. Wenn auf Grund von Geldmangel eine gute Ausbildung (in diesem Fall mit Cricket als Sinnbild) nicht möglich. Ja, wenn das so deutlich gezeigt wird, sieht man endlich mal wieder einen gut gemachten Film. Weiterlesen

Well done Abba

Well done Abba ist jetzt nicht frisch auf DVD rausgekommen, aber um eine Rezi komm ich grad nicht herum. Ich habe ihn mittlerweile zigmal gesehen und bin immer wieder begeistert, vor allem von Boman Iranis großartigem Schauspiel. Das will ich euch nicht vorenthalten 😉

Arman Ali (Boman Irani) arbeitet als Fahrer in Mumbai. Alamiert von seinem Bruder Rahman Ali (ebenfalls Boman Irani) reist er in sein Dorf, um seine Tochter Muskan (Manissha Lamba) unter die Haube zu kriegen. Kaum angekommen in der Heimat, muss er feststellen, dass es eine enorme Wasserknappheit gibt. Die Lösung des Problems scheint ein Brunnen zu sein. Zu Armans Glück werden derzeit Projekte zum Haus- und Brunnenbau für arme Bürger finanziell von der Regierung unterstützt. Zu Armans Pech ist er ebenso von dieser Regierung abhängig und findet sich bald in einem Labyrinth aus Schmiergeldzahlungen, Dokumentfälschungen und falschen Versprechen wieder.

Ein Satz bringt es dabei auf den Punkt: „Erklär deiner Tochter, wie man mit einem Regierungsbeamten spricht!“ Weiterlesen

Double Dhamaal

Es gab einmal eine indische Komödie, die hieß „Dhamaal“. Sie war eine typisch indische Komödie. Bunt, laut, sinnlos. Und lustig. Eben dhamaal (dt.: affengeil). 4 nicht ganz so schlaue Jungs kommen durch Zufall an das Wissen um ein Versteck von 10 Mio. Rupien. Dass sie diese am Ende des ersten Teils nicht haben (bzw nicht mehr) ist Ausgangspunkt von Double Dhamaal.

Doube Dhamaal. Auch dieser Film ist eine typisch indische Komödie. Bunt, laut, sinnlos. Und nicht lustig.
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Bheja Fry 2

Irgendwie bin ich da gestern falsch an den Film rangegangen. Erwartet hatte ich eine der vielen Trash-Komödien. Ich habe auf die Uhr geschaut: nach 17min. wird einem der erste Lacher entlockt. Oder zumindest mir. Eine Blödel-Komödie mit viel Klamauk ist dies wohl nicht.
Ich sollte voraus schicken, dass ich den ersten Teil (noch) nicht kenne. Muss ich mal nachholen.
Worum geht’s hier nun also?
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