I don’t like Cricket…

…I love it! 😆

Aus diesem Grund war ich auch Feuer und Flamme, als wir im letzten Frühjahr pünktlich zur IPL (Indian Premiere League) in Indien waren. Heute vor einem Jahr saß ich abends im Cricketstadion von Mohali und sah, wie sich die Kings XI Punjab gegen die Pune Warrios India schlugen. Um das Endergebnis vorweg zu nehmen: sie haben gewonnen :D.

Bereits am Vormittag waren wir in Chandigarh, um zunächst einmal die online gekauften Karten abzuholen. Der Verkaufsstand hatte wohl gerade so den Sturm überlebt, der ein paar Tage zuvor nachts über den Punjab gefegt war.
Kings XI Punjab Ticket Counter

Also Tickets geholt und den Rest des Tages noch ein wenig mit Shoppen verbracht. Der Herr des Hauses war eh noch auf der Suche nach ein bisschen Cricketzeugs und ich hätte gern noch ein neues offizielles KXIP-Shirt gehabt. Das war aber ein Ding der Unmöglichkeit. Prinzipiell gab es Shirts – aus der Vorsaison, gefälscht…aber leider nicht das, was ich suchte. Letztlich haben wir uns dann bei einem fliegenden Händler Shirts geholt – man muss ja schließlich dem Anlass entsprechend gekleidet sein…

Nachdem wir die Mall im Sektor 17 komplett abgegrast hatten, fuhren wir Richtung Mohali. Einen Parkplatz fanden wir direkt vor dem Stadion und nach ein wenig Geplänkel mit der Polizei (wozu hat man einen Schwager, der die Karriereleiter bei dem Verein schon gut hochgefallen ist und den man dann einfach mal im Gespräch erwähnt?) stand dem Abstellen des Autos nichts mehr im Wege. Na immerhin musste kein Bakshish fließen. 🙄

Das nächste Hinderniss war dann die Taschenkontrolle. Meine große Kamera hatte ich schon extra im Auto gelassen, das Handy musste nun hinhalten. Aber das man auch kein Kleingeld in den Taschen haben sollte, oder ein Deo (Hallo!? Bei 30° C ist das eine Lebensnotwendigkeit!)…nun gut. Waren wir um eben jene Sachen dann ärmer. Drinnen war es dann noch recht leer. Wir hatten Plätze im Nordblock. Ich hätte ja lieber in der Menschenmenge gesessen, eben dort, wo die Stimmung gemacht wird. Aber man(n) wollte lieber in Ruhe das Spiel genießen. Sei es drum.

Zur Einstimmung war Miss Pooja im Stadion. Allerdings konnte bei den dann noch halbleeren Rängen nicht viel Stimmung aufkommen. Wir waren unterdessen auf der Suche nach Getränken und Snacks. Schwieriger als Gedacht. Denn in dem Abschnitt, in dem wir reingelassen wurden und unsere Plätze waren, gab es – ausser später in der Pause zwischen den Innings – keine Verkaufsstände. Die erste „Halbzeit“ war also recht trocken. Tztztz.

Während des Spiels (welches nicht wirklich spannend war – und ich verweise nochmal auf den ersten Satz oben! – gesellte sich noch ein Engländer zu uns. Mark, geschätzte Anfang-Mitte 30, war speziell für die IPL nach Indien gekommen. Für die komplette Saison hatte er sich frei genommen und reiste nun ca. alle 2 Tage in eine andere Stadt, um sich sowohl Spiel als auch Indien im Schnelldurchlauf anzuschauen. Interessant. Zwischendurch war er fleissig mit seinem Smartphone beschäftigt und wenn ich nicht völlig falsch liege, finanzierte er sich den ganzen Spaß (auch) mit Wetten :D.

Wie bereits schon erwähnt, gewannen die Kings XI Punjab. In einem eher langsamen Spiel mussten sie gerade mal 116 Runs holen *schnarch* – was sie auch recht gut hinbekamen.
Highlight war aber – unerwartetermaßen – Preity Zinta. Ihres Zeichens Schauspielerin und Eigentümerin der Gewinnermannschaft. In der Pause rannte sie einmal komplett um’s Feld und warf (schätzungsweise) Shirts in die Menge. Wir saßen allerdings zu weit weg. Nett anzusehen war’s trotzdem. 😀

Cricket (wie auch jeden anderen Stadionsport) schau ich aber nun doch lieber am TV (oder direkt am Spielfeldrand, wie beim regionalen Cricket hier in München) – da sieht man wenigstens alles und hat jederzeit Wasser zur Hand :lol:.

Eine tolle Erfahrung und ne super Stimmung (nachdem das Stadion dann voll war) war es aber allemal. 😀

 

From Trash to Nature

Bild

In Nek Chand’s Rock Garden in Chandigarh hat sich eben jener die Mühe gemacht, aus Müll eine neue Natur zu schaffen.
Ich finde, es hatte ein wenig was von (südindischen) Schluchten 😉


Angefangen hat der Gute mit kleinen Skulpturen, die in Massen auf dem rund 32300m² großen Gelände zu finden sind. Beeindruckend aber vor allem die neu geschaffene „Natur“, natürlich auch alles aus recycelten Materialien.

Chandigarh

Die letzten 3 Tage waren Ravi und ich in Chandigarh, der bisher westlichsten und mitunter auch modernsten Stadt hier im Norden (von der  Auswahl, die wir bereist haben). Aber ist bei einer so jungen Stadt (~55Jahre) und mit schweizer Hand geplant, kaum verwunderlich. Viele Sehenswuerdigkeiten gibt es zwar nicht, aber als kleines Kontrastprogramm durchaus eine Reise wert. Es sieht zwar in jedem Sektor aus wie im anderen und die Orientierung faellt auch nur minimal leichter, aber seinen Charme hat die Stadt bei mir dennoch versprueht.
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