Schau mir in die Flöte, Kleines!

In der Touristenhochburg Jaipur findet sich alles, was das Touri-Herz begehrt: diverse Sehenswürdigkeiten wie den Palast der Winde (Hawa Mahal), City Palace und Jantar Mantar (astrologische Anlage). Vor letzterem gibt es neben den üblichen Straßenverkäufern, sich anbiedernden „Tour Guides“ (wobei hier sogar mit Lizenz) auch Schlangenbeschwörer.
Ihre Kleidung typisch Rajasthani, die Instrumente und Körbe wie aus 1001 Nacht anmutend:

Einzig ihre modifizierten Instrumente verraten: wir sind in der Neuzeit angekommen. Für’s Auge wirklich ansehnlich …für die Ohren eher nicht:

Dass die Schlangen nicht nach dem Gedudel des Schlangenbeschwörers gehen, ist wohl allen klar und im Video auch gut ersichtlich. Vielmehr sind die geplagten und gestressten Tierchen geblendet vom Licht, wenn sie mal aus dem Korb „raus“ dürfen und orientieren sich am Luftzug, der durch die Flöte verursacht wird.

Neben Jaipur traf ich auch in Pushkar auf einen derartigen Schlangenbeschwörer. Wobei dieser mit seinen Kollegen aus Jaipur nichts mehr gemeinsam hatte. In einem kleinen Bastkörbchen trug er seine Schlange durch die Gegend (in diesem Fall: über einen großen Parkplatz) und wollte sie jedem auf den Arm legen, der nicht bei 3 auf dem Baum war. Auch mir. Ich habe doch lieber dankend abgelehnt.

Advertisements

Echte Handarbeit

Blechernes Trommeln hallt durch die kleine Gasse in Jalandhar. Leises metallisches Klopfen drängt sich zwischen die Pausen. Männerstimmen mischen sich unter die Geräuschkulisse. Mit dem Rhythmus der Schläge vermischen sie sich zu Melodien. Auf Punjabi wird geredet und gesungen – und gearbeitet.
Ich laufe durch eine kleine Straße unweit des großen Stoffbazars in Jalandhar. Die Dämmerung hat schon begonnen, die Dunkelheit erobert die Straßen. Wir sind auf dem Weg zu einem bekannten Stoffladen. Diese Gasse ist eine Abkürzung. Auch wenn mir das in meiner Orientierungslosigkeit auch nicht weiter hilft. Ich höre, wie ein Hammer auf Metall trifft, ein Meißel sich seinen Weg bohrt. Ich wage einen Blick hinein in die Werkstatt, in der so fleißig gearbeitet wird: Weiterlesen

Wenn’s aus dem Wasserhahn tropft…

…dann ist der Tank wohl leer.
Vielerorts im Punjab (und sicherlich auch andernorts) steht auf den Dächern oder in den Höfen solch ein Tank

In Nurmahal kann dieser 2x täglich befüllt werden. Morgens und abends ab 6 Uhr fließt durch die zentralen Rohre Wasser. Allerdings befüllt sich dieser Tank nicht von alleine – der Hahn muss schon noch aufgedreht werden (und auch wieder abgedreht werden – sonst plätschert es so schön von oben runter). Blöd nur, wenn mal eben jenes Aufdrehen vergessen wird. Kann mal vorkommen. Sollte aber besser nicht. Denn bei den hochsommerlichen Temperaturen nachts ist so ein bisschen Wasser, frisch gekühlt von den lauen Morgengraden doch mehr als ein angenehmer Start in den neuen Tag.
Weiterlesen

Der Rummel

Galerie

Diese Galerie enthält 4 Fotos.

Beim Schreiben des gestrigen Eintrags zu Dussehra, kam auch die ein oder andere Erinnerung zum Rummel auf dem Dussehra Ground hoch. An sich eine nette Idee. Es gab mehrere kleine Stände, an denen man sich erfrischen konnte (frisch gepresster Zuckerrohr-Saft, … Weiterlesen

Dussehra

Galerie

Diese Galerie enthält 8 Fotos.

Unsere letzte Indienreise lag wunderbar zu einer festivitätenreichen Zeit. So gab es gleich zu Beginn Navratri, das 9-tägige Fastenfest, an dem sich am 10. Tag Dussehra anschließt. Aber was feiert man an diesem Tag überhaupt? Kurz zusammengefasst: den Sieg des … Weiterlesen

From Trash to Nature

Bild

In Nek Chand’s Rock Garden in Chandigarh hat sich eben jener die Mühe gemacht, aus Müll eine neue Natur zu schaffen.
Ich finde, es hatte ein wenig was von (südindischen) Schluchten 😉


Angefangen hat der Gute mit kleinen Skulpturen, die in Massen auf dem rund 32300m² großen Gelände zu finden sind. Beeindruckend aber vor allem die neu geschaffene „Natur“, natürlich auch alles aus recycelten Materialien.

Taj Mahal

Bild

…bedarf eigentlich keiner Worte 😉

Taj Mahal, October 2010

On another note: endlich ist das Fotobuch fertig. 120 Seiten Hochglanz. Uns gefällt’s. Und endlich kann man mal in Ruhe Fotos zeigen, ohne sich den Kopf zu verrenken (vorzeigen im TV) oder ständig die Bilder in die richtige Ausrichtung zu bringen (PC).
*sich auf die Schulter klopf* Doch ja, wirklich schick 🙂