Thailand – Talad Rom Hoob

…oder: „Shopping mit Nervenkitzel“
Unsere Reise durch Thailand führte uns auch nach Mae Klong.

Mae Klong? Noch nie gehört?! – aber ich wette, die meisten von euch haben das Berühmteste dieses kleinen Örtchens sicher schon mal gesehen! Auf Youtube und bei diversen Galileo-mäßigen Sendungen sieht man ‚ihn‘ immer wieder. Ihn? Wen? Ja, da komm ich gleich zu (Spannung und so ;))

Knapp 30min oder 70km sind wir an diesem Tag von Bangkok entfernt und befinden uns nahe der Küste des Golfs von Thailand. In der hiesigen Provinz Samut Songkhram gibt es eigentlich nicht viel zu sehen. Einzig der Talad Rom Hoob hat sich mittlerweile wohl zu einem Touristenmagneten entwickelt.
Talad Rom Hoob heißt übersetzt „die Schirme zurück Markt“. Klingt doof, aber beschreibt genau das, was mehrmals täglich auf diesem Markt passiert.
Es ist ein Markt wie viele in Thailand. Eng nebeneinander gedrängt bieten diverse Händler frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Exotisches und Bekanntes. Was nicht so ist, wie viele Märkte in Thailand, ist die Lage:
Der Markt befindet sich direkt neben einer Bahnstrecke. Und wenn ich schreibe direkt, dann meine ich das auch. Kein Sicherheitsstreifen wie hierzulande weist auf einen Mindestabstand hin. Man könnte gar im ersten Moment vermuten, dass die Gleise nur Überbleibsel alter Zeiten sind. Aber nein. Mindestens 2 Mal täglich schlängelt sich ein Zug durch die Enge Gasse. Für die Anwohner nichts besonderes. Mir wurde kurz etwas mulmig – denn als wir so zwischen den Gleisen spazieren gingen, ertönte plötzlich das Warnsignal für den nahenden Zug. Und ich fragte mich ernsthaft: wo sollten all die Touristen hin? Denn die Händler sind bestens vorbereitet – ihre Stände sind teilweise auf Minischienen, wodurch sie Theken und Co schnell zurück ziehen konnten und sich dahinter in Sicherheit befanden. Auch die weit in die Gasse hineinragenden Schirme wurden fix zurück gezogen (daher auch der Name) …prima – alles verstaut. Nur die Touris stehen noch dumm auf den Gleisen. Minimetallpfeiler im Boden ließen sich dann aber doch noch irgendwie als „hier hinter bist du im sicheren Bereich“ ausmachen. Es tat sich zwar ein kleiner Interessenskonflikt zwischen Sicherheit und schönen Fotos auf – aber mei. 😉
Hier also ein paar Eindrücke vom Ausflug zum Talad Rom Hoob (Draufklicken zum Vergrößern):


Etwas entspannter war dann der Weg zurück – da saßen wir nämlich in diesem Zug 😉 . Von der Mae Klong Station ging es nach Ked Muang …irgendwo im Nirgendwo.

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Von Nervosität bis Neurosen

Oder „Der Hab-ich-auch-alles-dabei-Tick“.

Die Nacht vor der Abreise war wie in den Jahren zuvor mal wieder recht schlaflos. Das lag nun nicht unbedingt an der sich durchaus breit machenden Nervosität, als vielmehr an dem noch zu packenden Koffer und der abzuhakenden Liste ;). Obwohl ich hinterher überall einen Haken dran hatte, musste ich nach meiner Ankunft feststellen, dass doch 1-2 Sachen fehlten. Blöd, wenn sie nicht auf der Liste stehen :lol:.

Eines davon war die Buchungsbestätigung für unseren Flug Amritsar-Delhi. Kein Problem, dachte ich mir, hast ja die Email noch.
Das ist auch prinzipiell richtig – daheim gespeichert im Thunderbird hab ich sie noch. Der Emailprovider hatte diese aber längst schon gelöscht. An dieser Stelle ein großes Lob an Expedia, die die Bestätigung umgehend nochmal herausgekramt haben (und das bei meinen mageren Angaben…ist ja schon ewig her mit der Buchung).

Der ein oder andere mag sich fragen, wozu ich die olle Buchungsbestätigung brauche – schließlich reicht ja der Pass zum Einchecken. Das ist auch vollkommen richtig. Aber um einchecken zu können, muss man erstmal ins Flughafengebäude kommen. Und da ist der (mehr oder minder) erfahrene Indienreisende ja schon so einiges gewohnt. Ich sollte beizeiten mal einen Check-In-Vergleich aufstellen ;).

Aber nun denn, der Koffer war irgendwann gepackt, der tote Punkt überwunden, Blumen gegossen, Stecker gezogen, der Salwar-Kameez übergeworfen – es konnte also losgehen.

Am Flughafen in München wurde ich dann noch „Opfer“ einer (freiwilligen) Umfrage – aber für sowas bin ich immer zu haben. Und so verging die Wartezeit wie im Flug (no pun intended ;)).

Ich weiß zwar nicht, was Qatar Airways geritten hat, aber sie waren auf dem Weg von München nach Doha der Meinung, ihre Gäste mit Bruschetta als Snack verköstigen zu müssen. Lecker, würde man denken – aber die Tomatenpaste, die gereicht wurde, war eher eine Knoblauchpaste mit roter Farbe. Aber wie gut, dass alle davon aßen (außer die armen Flugbegleiterinnen) – mir ist kein unangenehmerer Geruch mehr aufgefallen :lol:.
Ansonsten will ich mich mal nicht beklagen. Vom Knoblauchausfall abgesehen, ist’s auf dieser Strecke immer recht lecker. Was man vom zweiten Teil des Fluges nicht behaupten kann.
Ich meine, mir schmeckt es ja schon nicht – aber wie geht es wohl den indischen Mitireisenden, wenn sie ein Etwas Essen aufgetischt bekommen, das zwar mit „Palak Paneer (Käse im Spinat)“ und „Daal (Linsen)“ deklariert ist, aber dessen Geschmack sich auch nicht mir dem gereichten Achar (säuerlich-scharf eingelegtes Gemüse/Obst) rauskitzeln lässt? 🙄
Vom Kheer (Milchreis) will ich erst gar nicht anfangen… 😳

QA Munich-Doha-Amritsar
Ein kleiner Vergleich: oben (München-Doha) Pasta (mit einer weiteren Knoblauchkreation), Brötchen, Butter, Schmelzkäse, Linsensalat, Obstkuchen und Toblerone) ; unten (Doha-Amritsar) Daal und Palak Paneer mit Reis, kleines Brötchen mit Fenchelsamen (wohl für die Verdauung ;)), Butter, Achar, Gurken-Kartoffelsalat, Kheer, kleine Schokolade…

Wie dem auch sei, gestartet, geflogen und gelandet bin ich gut (toi, toi, toi, keine neuen Horrorgeschichten) und ins (Hochzeitsvorbereitungs)Getümmel habe ich mich auch schon mit hinein gestürzt :D.

Deja-vu in Amritsar

Wie es sich für einen ordentlichen Besuch im Punjab gehört, stand auch im Januar wieder ein Besuch im Goldenen Tempel in Amritsar an. Es war immer noch kalt. Und Mamorböden sind nicht allzu bekannt dafür, Wärme zu speichern und somit die nackten Füße zu wärmen. Brrr.
Die Badewut der Pilger war entsprechend gehemmt, aber es gab einige, die den Sprung in’s „kühle“ Nass dennoch wagten.

Sikh kurz vor dem Bad im Sarovar

Sikh kurz vor dem Bad im Sarovar

Besonders haben mir dieses Mal die Lichtverhältnisse gefallen. Die kalte, leicht nebelige Luft hat den Tempel dieses Mal in einer ganz anderen Atmosphäre präsentiert.

Im Licht der kühlen Wintersonne

Im Licht der kühlen Wintersonne

Der Harminder Sahib und seine goldene Kuppel lassen es sich natürlich nicht nehmen, in voller Pracht zu strahlen, sobald die Sonne zum Wettstreit lädt.

Es gab auch ein Wiedersehen mit einem alten „Bekannten“. Der Sikh auf dem folgenden Foto stand mir bereits 2010 Modell. Ob er sich daran auch erinnerte, wage ich zu bezweifeln. Auf jeden Fall aber schaute er dieses Mal besonders verschmitzt. Die Freude war somit auf beiden Seiten 😀

"Mein" Lieblings-Tempelwächter ;)

„Mein“ Lieblings-Tempelwächter 😉

Wer nochmal vergleichen möchte, möge hier klicken: Nicht ganz 16. Jahrhundert

Akhand Path

Jetzt habe ich gerade fünf Minuten eine halbe Ewigkeit überlegt, welch netten Titel ich diesem Beitrag geben könnte. Akhand Path – das sagt doch dem Großteil der Leserschaft hier nichts…
Akhand Path…kann man das essen? Nein, ein weiterer Beitrag über die diversen Leckereien Indiens wird dies nicht ;).

Akhand Path ist ein Begriff aus dem Sikhismus. Es beschreibt das Rezitieren der Guru Granth Sahib (GGS), dem heiligen Buch der Sikh, von Anfang bis Ende. Ohne Pause. Und es sind nicht gerade wenig Seiten. 1430 um genau zu sein. Und wer jetzt denkt, dass es so viele Seiten sind, weil es im kleinen Taschenbuchformatist, dem sei versichert: das Buch ist groß. 😉
Das Ganze dauert gut 48 Stunden.
Abgehalten wird diese Lesung aus unterschiedlichsten Gründen. Sei es zu freudigen Anlässen, wie einer Geburt oder traurigen wie dem Tod. Oder einfach, um sich Gott näher verbunden zu fühlen.

Am 21. Januar fuhren wir zur Gurdwara Talhan Sahib in Jalandhar. Meine Schwägerin, dreifache Mama, hatte seinerzeit versprochen, ein Akhand Path abhalten zu lassen, sollte ihr ein Sohn geboren werden. Dies ist 2008 auch geglückt ;). Zum Akhand Path kam es dennoch bisher nie. Ob nun tiefe Gläubigkeit, Aberglaube oder sonstwas – nachdem es ihr im letzten Jahr gesundheitlich nicht so super ging, war es für sie nun Zeit, ihr Versprechen einzulösen. 

Gesagt. Getan.

So kamen wir dann auch tatsächlich schon fast überpünktlich an. Das Besondere am Akhand Path in der Gurdwara Talhan Sahib ist, dass es von 50 Babajis gelesen wird. Der Einzug dieser und der GGS in den Gebetsraum stand kurz bevor. Herr Mehra und mein Schwager drückten uns auf einmal Gürtel und Brieftasche in die Hand und stellten sich in die Schlange der Helferlein. Ich hab’s nicht sofort geschnallt – aber klar, es sind tierische Produkte und sie waren kurz davor, das heilige Buch selbst in die Hand zu nehmen ;).

Unter andächtigem Gesang (Satnam Waheguru) ging es dann los. Gänsehaut, sag ich euch. Nachdem alle Plätze vorbereitet und die GGS platziert war, wurden erst noch alle Namen vorgelesen, denen das Akhand Path jeweils gewidmet war. Ziemlich weit hinten hieß es dann auch Daskh Mehra :D.

Ein paar Gebete später ging das Rezitieren dann auch schon los.
Wer nun glaubt, wir haben dort 48 Stunden ausgeharrt, der irrt. „Anwesenheitspflicht“ gibt’s zu Beginn und am Ende. Auch wenn ich es durchaus spannend gefunden hätte, aber die Zeit war einfach nicht dafür da.

Zwei Tage später kehrten wir morgens also wieder in die Gurdwara zurück. Es wurden gerade die letzten Seiten verlesen. Anschließend wurden die Bücher mit neuen Decken verhüllt (jede Familie hatte ihren eigenen Babaji, der für sie „zuständig“ war und hatte als Geschenk entsprechend diese Decke zuvor überreicht) und wieder aus dem Gebetsraum getragen. Wieder unter Gesang. Und wieder Gänsehaut. Dieser Grundton des Satnam Waheguru hat’s mir doch irgendwie angetan ;).

Anschließend gab es noch ein Abschlussgebet. Parshad wurde verteilt. Die Teilnehmer erhielten zusätzlich noch eine Art personalisierte Bescheinigung über das Akhand Path. Und dann war es auch schon wieder vorbei.

Wir blieben anschließend noch für das Langar. Ich nutzte die Chance und sah mich auch mal wieder in der kleinen Küche um ;).

Akhand Path – Part 1

Akhand Path – Part 2

Langar

 
Eine kleine Anmerkung noch zur Gurdwara. Ich hab ja immer gedacht, nur in Deutschland haben die Gurdwaras eine Art „Lagerhallen“-Feeling, was dem Umstand geschuldet ist, dass sie oft in Industriegebieten zu finden sind und ehemalige Firmengebäude sind ;). Aber Talhan Sahib hat – zumindest innen – einen ähnlichen Charme versprüht :oops:. Von außen natürlich kein Vergleich!!

Independence Day Cup 2013

Am 15. August gab es nicht nur Kino. Nein, vorher gab es auch noch Sonne satt im Englischen Garten mit einem gepflegten Cricketspiel zur Feier des Indischen Unabhängigkeitstags.

Balls and Bells

Balls and Bells

Bereits zum 12. Mal hatte das Indien Institut München geladen. Sogar die Süddeutsche Zeitung kündigte das Event am Vortag schon an, sodass auch diesmal wieder so einige Zuschauer ihren Weg in’s „Stadion“ fanden.
Wie jedes Jahr spielte eine aus Spielern mehrerer Teams zusammengewürfelte Mannschaft als „Indien Institut Invitational XI“ oder auch „Mustards“ (nein, die Hemden sind nicht einfach nur gelb :roll:) gegen MIC – Munich International Cricketers. Nach einer Pause im letzten Jahr, war Herr Mehra diesmal wieder mit von der Partie (MIC).

Mustards vs Blues

Mustards vs Blues

Den Toss gewannen die Mustards und entschieden sich zuerst zu bowlen. MIC hätte sich im Fall der Fälle laut eigener Aussage wohl aber eh für’s Batting im ersten Innings entschieden.
Bevor es allerdings richtig losgehen konnte, musste erst noch der indische Konsul empfangen werden, es wurden diverse Reden geschwunden und die Mannschaften begrüßt.

Standesgerechte Anfahrt des Konsuls

Standesgerechte Anfahrt des Konsuls

Moin Moin!

Namaste! Satsriakal! Namaskar! Salaam! Hallo!

MIC begann fulminant. Im ersten Over bereits 16 runs. Im zweiten weitere 17. Teilweise mit Hilfe der Mustards, die mit wides und overthrows so einiges verschenkten. Insgesamt legte MIC 172-4 runs vor. Nicht schlecht. Schließlich war der Score in den letzten paar Jahren oft nur um die 120-140 runs. Herr Mehra hat seinen Teil natürlich auch dazu beigetragen. Von Single bis Sixer alles dabei. Die Süddeutsche Zeitung (huiuiui! *stolz jedem den Zeitungsartikel unter die Nase halt*) schreibt dazu:

„Die Munich International Cricketers (MIC), die Gastgeber, beginnen stark. R Mehra pfeffert den Ball aus dem 100 mal 120 Meter großen Feld ins Publikum, einige Zuschauer kippen von ihren Holzbänken.“😀

Four!

Four! Der Sixer folgte anschließend.

Die Mustards versuchten im zweiten Innings alles rauszuholen und wie es sich für ein ordentliches Cricketspiel gehört, fiel die Entscheidung erst mit dem letzten Ball. Es stand 168-5 – ein Sixer und sie hätten das Spiel gewonnen. Haben sie allerdings nicht. 😀 Die MIC gewannen mit 5 runs. Ein durchaus verdienter Sieg.
Glückwunsch!

Siegerehrung der Munich International Cricketers

Siegerehrung der Munich International Cricketers

Noch ein paar Bilderchen:

Schlag den Rahm!

Jetzt, wo auch die Temperaturen schon ein gewisses Indien-Feeling auslösen, wäre ein typisch indisches Getränk als Erfrischung doch gar nicht so verkehrt.

Ein Lassi zum Beispiel.

Wer kennt es nicht, das Joghurtgetränk, welches auch in hiesigen Restaurants angeboten wird. Da gibt es neben Mango auch schon mal Banane- oder Erdbeer-Lassi 🙄 und natürlich den klassischen salzigen Lassi. Lecker, lecker. Ihn daheim selbst zu machen, stellt auch kein großes Problem dar: Joghurt, Wasser, Salz und Gewürze (oder eben Mango-Püree und Zucker).

In Indien kommt bei uns oft schon zum Frühstück Lassi auf den Tisch (frisch angerührt im Mandir nebenan). Mit lecker (gefüllten) Paratha geht man gleich doppelt gestärkt in den Tag – sofern man denn will. Nach einer Woche Aloo Paratha (mit Kartoffeln gefüllt), Ghobi Paratha (Blumenkohl) oder auch mal „pur“ bin ich froh um ein bisschen Abwechslung. Sei es ein Omlett oder auch einfach nur ein Sandwich :).

Aber Lassi geht natürlich immer :D. Ob daheim oder unterwegs. Nun braucht man in Monaten wie Januar, als wir zuletzt vor Ort waren, nicht unbedingt eine Erfrischung. Aber das ist weder Grund noch Hindernis, den Joghurtdrink auszulassen. Dank oben genannter sicherer Quelle ist auch der Krankenhaus-erprobte Europäer nicht abgeneigt.

Was soll ich aber tun, wenn ich an so einem Stand vorbei komme?
Lassi Malai Marke

Wir waren mit dem Motorrad (naja, Scooter ;)) in Ludhiana unterwegs. Dreimal dort abgebogen, zweimal hier um die Ecke – und dann ist man auch schon da (wenn ich mein Notizbüchlein finden würde oder meinen Mann zur Hand hätte (ist beim sonntäglichen Cricket), wären genauere Angaben möglich ;).

Macht doch einen echt vertrauenswürdigen Eindruck. Sauber, hygienisch einwandfrei und für die Kühlung der Milchprodukte ist auch gesorgt :lol:.

Also rein in’s Vergnügen! Denn hier gibt es nicht irgendeinen Lassi, sondern „Lassi Malai Marke“ (Lassi mit geschlagenem Rahm). Leicht süßlich im Abgang, mit einer dicken Schicht Rahm oben drauf.

Wer braucht schon nen Mangolassi, wenn er das trinken kann?!

Snack away

Nach dem Ausblick in die Zukunft in den letzten Posts, nun ein klitzekleiner Rückblick.
Ein kulinarischer sogar!
Keine Angst, es folgt keine Einführung in die indischen Restaurantlandschaft, ganz im Gegenteil.
Momentan schwelge ich immer wieder in Erinnerungen an den ein oder anderen Snack beim letzten Besuch. Das Schwelgen ist sicher auch den Planungen und Überlegungen geschuldet, was ich der erstmalig nach Indien reisenden Verwandtschaft andrehen kann. Ich meine ja: alles. Man muss nur ordentlich präpariert sein. Die ein oder andere Impfung und das ein oder andere Mittelchen zum Schutz können sicher nicht schaden. Ich weiß es schließlich noch am besten.
Aber sie werden nicht drum rum kommen *muharhar* (Ihr Lieben, wenn ihr mitlest – dies ist keine Drohung….*muharhar*)

Wie bereits erwähnt liebe ich Aloo Tikki, Papri Chaat und Gol Gappa. Die Snack-Dealer meines Vertrauens habe ich dafür in Jalandhar bzw. in Nurmahal.

Aber in Ludhiana gibt’s was, da könnt ich mich (zumindest manchmal) reinlegen. Und das hätte ich selbst nie gedacht.
Eine kurze Anmerkung zum besseren Verständnis: es gab eine Zeit, da konnte ich Kichererbsen nichts abgewinnen. Komischer (Nach)Geschmack und überhaupt – Linsen sind viel besser. Mein Mann hingegen liebt sie. Naja, soll er. Gibt’s wenigstens keinen Futterneid :lol:. Leider mögen auch viele andere Inder Chole – und bieten es auch gerne an. Sei es im Privaten oder bei einer Speisung (Langar). Chole kommt meist auf den Thali.

Aber: in Ludhiana gibt es eine mittelgroße Dhabba, die Chole auf der Karte hat. Bis dahin nichts Ungewöhnliches. Chole haben schließlich – wie wir ja nun schon wissen – alle auf der Karte. Es ist aber nicht irgendein Chole. Nein. Das Beste! Serviert wird Chole Bathure – Kichererbsen mit frittiertem Brot. Ich sag euch, das ist so lecker – da kommt einem nichts aus den Ohren raus. Nur das Wasser in den Mund.
Wer es mal probieren will, muss zu Parkash Sweets am Chaura Bazar (Chowk Girja Ghar). Für 40Rs pro Teller gibt’s dann das:

Das beste Chole Bathure gibt's bei Parkash Sweets
Mahlzeit!

Supergau

Urlaub? Check!
Tickets? Check!
Koffer? Check (also zumindest die angenehme Freigepäckmenge von 30kg – Check ;))
Fehlt noch was? Ach ja: Pass? ….
Check?
😳
Check?
😳
Check?!?!?! 😳 😳 😳
Wo ist der Pass?!

Vielleicht fragt sich der geneigte Leser, warum ich 78 Tage (hibbel!) vor Abflug schon meinen Pass suche. Die Antwort ist dabei ganz einfach: meinen Pass suche ich nicht. Vielmehr vermisse ich das nicht ganz unwichtige Reisedokument der besseren Hälfte. Würde ich meinen vermissen oder gar verlieren – ich hätte größtes Vertrauen in die deutschen Behörden und die Druckerei in Berlin, die auch schon mal nen Pass (mit entsprechender Extragebühr – andernorts würde man wohl Bakshish sagen :roll:) in 7 Tagen fertig klöppeln.
Aus leidiger Erfahrung vor ein paar Jahren bin ich da gegenüber dem indischen Konsulat allerdings mehr als skeptisch. Seinerzeit bestand zwar keine Not für einen neuen Pass (der Herr des Hauses hatte sich entschieden, endlich seinen Familiennamen zu tragen und entsprechend auch eintragen zu lassen) – aber wenn ich mir vorstelle, dass man es mal eilig hätte … :oops:.

Zwei Tage lang habe ich nun die Bude auf den Kopf gestellt und schon die schlimmsten Szenarien ausgemalt:
Ich in Indien (nicht schlimm ;)), Familie in Indien (soweit auch alles gut ;)) und Herr Mehra daheim (GAU! :oops:).
Wen heirate ich dann?! Nen Baum? Letzteres habe ich neulich mal im Scherz erwähnt, da der Gutste ja immer noch nicht sein Ticket abgeholt hat (Gelassenheit ist eine Kunst!). Aber ich hätte mir nicht ausmalen wollen, dass ich da wirklich alleine (naja, mit hunderten Gästen) stehe :sad:.

Aber:
DSC_0409

Alles nur falscher Alarm! *hier bitte ein sich Schweiß von der Stirn wischenden Smilie vorstellen*
Das Teil hatte sich hartnäckig in einer Hosentasche versteckt (immer diese Cargo-Shorts!). Nun will ich mir mal nicht vorstellen, was gewesen wäre, wenn besagte Hose (ohne sonst obligatorische Taschenkontrolle) in der Waschmaschine gelandet wäre. Mit einem freundlichen „Badhaiyan“ wurde ich auf Arbeit angerufen, nachdem besagte Hose zufälligerweise heute angezogen wurde.
…Ich meine auch ein wenig Erleichterung rausgehört zu haben *Nudelholz schwing* :lol:…

Indien kann kommen! Oder vielmehr : Indien, wir kommen! :D.

Dor is mine Heimat, dor bün ick to Hus!

Zu Pfingsten war ich in Warnemünde auf Heimatbesuch. Immer wieder schön. Selbst die Sonne schien (was man gar nicht glauben mag)!
Hier ein paar wenige Impressionen.

 

I don’t like Cricket 2 …

…I love it nachwievor. Zwar hat die IPL dieses Jahr nen äußerst faden Beigeschmack – diversen Mauscheleien sei dank. Aber da geht es den Menschen wie den Leuten – in welchem Sport wird heute nicht mehr manipuliert?

Da lob ich mir doch das gute alte Street Cricket. Platz dafür gibt’s überall. Ob – wie der Name schon sagt – auf der Straße oder den großen Dächern der Stadt. Die Fensterscheiben der Nachbarn sollten allerdings bruchsicher sein – oder die Spieler schnell zu Fuß 😀 Sein ganz eigenen Regeln hat es noch dazu. 😆

Im März 2012 hatte ich jede Menge Spaß mit den Kindern aus der Nachbarschaft. Und sie hoffentlich auch :).