Daaaaa ist das Ding!

Frei nach Herrn Kahn (nein, nicht Khan) hab ich’s nun endlich – das Ding.
Die PIO Card.
Lang genug hat’s auch gedauert :roll:.
Wir erinnern uns: laut Homepage dauert die Ausstellung des Dokuments eine Woche. Laut freundlichem Schalterinder würde man mich in zwei Wochen anrufen. Als nach knapp drei Wochen sich aber nichts tat, griff ich zum Hörer. „Ja, das kann auch mal 2-3 Wochen dauern. Warten Sie bis nächste Woche.“ Als ich dann gestern anrief, hieß es auf einmal von jemand anderem „PIO Card? Yeah, that takes about 4-5 weeks.“ Na hoppla! Das wird dann aber langsam knapp, wir wollten dann doch auch irgendwann mal los. Nach einem weiteren Anruf heute früh durch meine bessere Hälfte hieß es auf einmal, ich solle einfach mal vorbei kommen. Vielleicht hat man ja nur vergessen mich anzurufen 😯
Bereits da fragte ich mich: warum schauen die nicht einfach mal nach? Indian way of working – bloß nicht zu viel Service.
Die erste Frage vor Ort war dann auch direkt, ob ich denn angerufen wurde. Äh nein, das schafft ihr ja nicht.
Zwei Sekunden später fischte die Schalterinderin meinen Pass aus einem Regal und verschwand zum Konsul, kam mit einem Stapel Kopien wieder – und hatte auch die PIO Card in der Hand. Ausgestellt am 30.1.2012! 😯 Genau eine Woche nach Antragstellung.
Also für den gezahlten Preis wäre a) ein Anruf drin gewesen und b) wenn schon der nicht, dann wenigstens eine ordentliche Auskunft. Na egal. Nun hab ich’s ja 😉

Aber PIO Card – was ist das eigentlich?
PIO steht für Person of Indian Origin – Personen indischer Abstammung. Dies trifft auf alle ehemaligen indischen Staatsbürger zu (wobei die meist eher zur OCI (Overseas Citizen of India) -Card greifen), auf Kinder, Enkel und Urenkel indischer Staatsbürger mit anderer Nationalität und auf Ehepartner indischer Staatsbürger. Unter eine dieser Kategorien falle ich offensichtlich 😉
Vergleichen kann man die PIO Card mit einer Aufenthaltserlaubnis, gültig für 15 Jahre.  Allerdings ist es ein eigenständiges Dokument und sieht aus wie ein indischer Pass (diese sind allerdings dunkelblau, die PIO Card grau).
Damit verbunden sind auch gewisse Rechte, die ein Tourist natürlich nicht hat. Dazu gehört die visafreie Einreise (na, für die Karte hab ich für die nächsten Jahre auch erstmal genug bezahlt), ich könnte vor Ort studieren (äh ja…nein!) und auch eine Arbeitserlaubnis ist nicht mehr extra nötig. Der Herr des Hauses scherzte schon, dass er sich dann ja die Zeit in Indien ausruhen kann und mich zum Arbeiten schickt. Als was wissen wir allerdings noch nicht. Praktikum bei den pharmazeutischen Kollegen? Na, wohl eher nicht.
Nach 5 Monaten müsste ich mich mal beim Ausländeramt vorstellen (Foreigners Regional Registration Officer), aber so lange wollen wir vorerst nicht da bleiben. Es sei denn es findet sich ein Sponsor? Ach nee, ich könnt ja selbst arbeiten. Mist! Nix mit fauler Haut 😉
Ach und fast vergessen, ein Punkt, den man vielleicht am ehesten merkt: die Eintrittspreise! Nix mehr mit 700Rs für’s Taj Mahal, da kommt man dann für 20Rs rein. Na, wenn das mal nichts ist, dann weiß ich auch nicht 😆 Insgesamt ist man einem NRI (non-residential Indian) gleichgestellt.

So sieht das Ganze dann übrigens aus (auf der Rückseite ist noch Adresse und „Abstammung“ vermerkt).
Das wichtigste ist natürlich der schicke Stempel in der Mitte des „Heftchens“.

Sehr schön übrigens insgesamt die Ausführung: handgeschrieben, interessant laminiert und insgesamt nicht den Eindruck machend, dass das Teil 15 Jahre hält.

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9 Gedanken zu „Daaaaa ist das Ding!

  1. Oh Mann, wär ja auch ein Wunder, wenn das alles anstandslos geklappt hätte :-D. Aber nun: Herzlichen Glückwunsch! Solche Papiere geben einem ein kuschelig-sicheres Gefühl, egal wie billig sie gedruckt sind. 🙂

  2. Pingback: Von PIO zu OCI – das etwas andere Upgrade | Punjabi Travels

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