…Part 1.3 Jaipur, Pushkar, Ajmer

Fuer den 31.10. und 1.11. hiess es also: Jaipur erkunden. Zunaechst ging es zum Jantar Mantar, einem astrologischen und astronomischen Sammelbauwerk von Maharaja Jai Singh II. Fuer weitere Details hilft Wikipedia :p http://de.wikipedia.org/wiki/Jantar_MantarBevor wir uns dieses aber wirklich anschauen sollten, machte uns ein freundlicher, aelterer Rickshaw-Fahrer darauf aufmerksam, dass ein gewisser Tempel in der Naehe (lassen wir es mal den Devji-Tempel sein) demnaechst schliesst (so frueh?!) und wir besser erst dorthin gehen sollten. Ein weiterer, aeusserst „hilfsbereiter“ Fahrer kam dann dazu und meinte, er bringe uns fix hin…Nicht, dass man nicht ahnen koennte, was dann folgt…
…aber hab ich schon erwaehnt, dass auf den deutschen Touri mit dem tollen Reisefuehrer selten gehoert wird? Statt zum Hindu-Tempel ging es dann naemlich in einen Shopping-Tempel (yes, yes, good Rajasthani market…best!) Aber wenigstens mit einem kleinen Highlight, es wurden naemlich gerade frisch Saris im Rajasthani-Stil bedruckt – in Handarbeit und mit wirklich guter Praezision (der schien das schon oefters gemacht zu haben). Als wir dann also dort wieder rauskamen (ziemlich schnell, shoppen wollten wir schliesslich nicht…), sah ich noch den Fahrer seine Beine in die Arme nehmen…nebenan gab es zwar einen kleinen Tempel (die gibt’s ja in Indien schliesslich wie Sand am Meer), aber eben nicht jener, der fuer Touris von Interesse waere.
Aber egal – vorbei am City Palace (den wir uns fuer den naechsten Tag aufhoben…auch wenn ich den jetzt nicht soooo spannend fand….europaeischer Prunk ist doch irgendwie beeindruckender …aber gut, vom Palastinnenleben hat man ja eigentlich auch nichts zu sehen bekommen, um einen wirklichen Vergleich anstellen zu koennen…ach, ich bin ja schon still )) zurueck zum Jantar Mantar. Der Tour-Guide erklaerte alles in Ruhe und so waren die zunaechst eher klobigen Bauten dann doch sehr interessant und der Besuch aufschlussreich (yeah, mal was fuer die Bildung getan:))
Spaeter ging es dann noch zum Hawa Mahal (Palast der Winde) und auf diverse Bazars hier und da.
Achja, die Walking Tour im LP finde ich persoenlich nicht so empfehlenswert, denn mit den ganzen Seitenstrassen und Bazars braucht man doch wesentlich laenger (ausser man trietzt bei sengender Mittagshitze einen Rickshaw-Fahrer *pfeif*

Am 2.11. ging es dann weiter, ueber Pushkar und Ajmer dann quer durch Rajasthan zurueck in den Punjab. Bei einem Trip nach Pushkar ist es auesserst anzuraten, den ein oder anderen Tipp bzgl. Halsabschneidern *vorher* zu lesen. Aber gut, dann waren die Geldboersen nicht mehr so schwer zu tragen *rolleyes*.
Kurz vor Pushkar, an einer – wie ich finde selbstgebastelten – Mautstation kam uns einer der vielen „hilfsbereiten“ Guides entgegen. Fuer ein kleines (wirklich kleines) Gebuerhchen wuerde er uns in Pushkar ein wenig was zur Geschichte erzaehlen und den Tempel zeigen. Ich musste gleich an Elkes Story denken (find’s nur grad nicht online), aber da waren wir schon mittendrin im Geschehen. Nach einer kleinen, zwar durchaus ausfuehrlichen, aber im Englischen unverstaendlichen Erklaerung zu Pushkars Geschichte und warum es nur hier einen Brahman Tempel gibt, sassen wir auch schon einem Pundit gegenueber (natuerlich voellig kostenlos), der mit uns ein Pooja vollzog. Nach diversen Murmel-Spruechen (nixe verstehen, aber mitmurmeln muss ja sein…) kam dann aber der Hinweis, dass der Segen pro Tag so und so viel kosten wuerde. Aha. Nehmen wir mal 2 Tage^^
Im Nachhinein eindeutig veraeppelt, denn Schwager und Frau zaehlten pro Tag knapp die Haelfte und nahmen 5…nun gut…nett war es ja, aber eindeutig zu teuer (sicherlich wieder mit Weissbrot-Touri-Aufschlag :))
Anschliessend goennten wir uns nach dem „Aerger“ (Humor ist, wenn man trotzdem lacht) noch einen kleinen Ausflug auf einem Kamel, bevor es dann zum nicht weniger schlitzohrigen Ajmer ging. Auch hier wartete bei der erstbesten Gelegenheit wieder ein auesserst „hilfsbereiter“ junger Mann. Aber nach Pushkar wollte nun wirklich niemand mehr Hilfe. So einfach ist es allerdings nicht, die Herrschaften loszuwerden – aber wir hatten ja fix die paar Abschnitte zum Thema im Lonely Planet verinnerlicht.
So konnte man dann das Gedraenge in der dortigen Mosche in Ruhe „geniessen“, zum Abschluss gab es sogar noch Sufi-Gesaenge. Dennoch kein Ort, an den ich ein zweites Mal gehen wuerde…die Atmosphaere war irgendwie…angespannt (was natuerlich auch einfach nur eine Reflektion der Vorurteile^^ sein koennte)…

Nun dann…Rajasthan war also abgehakt – zwar ziemlich kurz…aber kennt man eine (Gross)Stadt und ihre Bazars (in meinem Fall Jalandhar), kennt man sie wohl alle. Die im LP angepriesenen Bazars machen eigentlich auch nicht mehr her, aber fuer einen frisch in Indien ausgesetzten Touri scheint das sicherlich ein Paradies des „guenstigen“ Handelns zu sein.
Man darf mich aber gerne bei naechsten Indien-Trip vom Gegenteil ueberzeugen 😉

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3 Gedanken zu „…Part 1.3 Jaipur, Pushkar, Ajmer

  1. Bei der Episode zu Pushkar konnte ich mir ein Lachen einfach nicht verkneifen. :)))
    Jaja, die Pooja am Wasser ist schon interessant.
    Von angeblichen jungen Priestern wird man erst über seine Familie ausgequetscht und dann darf man irgendwelche Namen nach murmeln. Ich hab paar Götternamen verstanden, aber der Rest war Schall und Rauch. 😉
    Allerdings wurden wir am Ende gefragt, wieviel wir „spenden“ möchten. Am liebsten wäre ihm Euro gewesen. 8) Nix mit Segen für so und so viele Tage, wahrscheinlich ändern sie immer mal die Masche. 😉
    Mein Begleiter und ich sind mit je 50 Rupien davon gekommen. Ehrliche Enttäuschung auf der anderen Seite, aber gegen uns hatte er keine Chance. ;P
    Für ein Tikka auf der Stirn und ein Bändchen ums Handgelenk, welches ich seit März immer noch hüte, obwohl es langsam in Auflösung begriffen ist, war es mir diese Prozedur auf alle Fälle wert, auch wenn es eigentlich nur darum ging, wehrlose Touris abzuzocken.

    • Wenn von 4 Touris 3 Inder sind, macht der Priester da gleichg ein wenig mehr.
      Bändchen kam auf den Kopf, Tikka samt Reis später auf die Stirn. Es ging weniger um Verwandte, die unbedingt noch einen Segen brauchen, als vielmehr um das Glück unserer Ehe, die letzte Ruhe des Vaters…und und und^^…hat schon so einiges vor sich hingebrabbelt und da es nicht nur wahllose Götternamen sein konnten – schliesslich verstehen 3 von 4 alles – war das durchaus ein schönes, ausgedehntes…wenn auch teures…Pooja.
      Die Diamantene Hochzeit sollte drin sein 😀 😉

      Habt ihr eure Spende dem Priester direkt gezahlt? Bei uns gab’s da nen richtigen Stand mit Spendenquittung und Co. …nun ja…man fährt nur einmal nach Pushkar…und irgendwo muss man sein Geld ja lassen. Schauen wir mal, wie’s in 58.5 Jahren nochmal^^

      • Wir beide haben es ihm direkt gegeben. Spendenquittung gab es bei der Summe nicht. 😛
        Meine zwei Freundinnen, die noch dabei waren und ihr Pooja bei einem anderen Priester hatten, mussten an dem Stand bezahlen und haben auch eine Quittung bekommen, weil ihre Summe unsere um ein wesentliches überstieg. Bei ihnen hat es auch länger gedauert und sie haben noch zusätzlich Reis auf die Stirn gepappt bekommen. Mehr Geld, mehr Leistung. 😉
        Dafür hält mein Bändchen noch und ihres ist schon lange ab.

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